Cola Rebell

Hamburg, das Hackerbrausemekka: An jeder Ecke gibt es eine gute Auswahl koffeinhaltiger Erfrischungsgetränke und mit Premium und Fritz sogar eine eigene Cola-Tradition, in die sich die Cola Rebellen mit ihrem Gründungsmythos einreihen.

Drei Freunde sitzen in einer Szenebar. Fragt der Erste: „Was machen wir jetzt?“ Erwidert der Zweite: „Ich brauch noch was Scharfes.“ Antwortet der Dritte: „Mach’s Dir doch selbst!“, und kippt ihm etwas Chilisauce in die Cola. Den Ersten irritiert’s, der Zweite probiert’s: „Das schmeckt ja rebellisch!“ Der Dritte ist begeistert: „Rebellisch? Das machen wir!“ So entsteht die „schärfste“ Cola der Welt. Und was soll uns das sagen? In jedem von uns steckt ein kleiner Rebell und darauf trinken wir jetzt Cola Rebell.

Richtig gelesen, es geht um Chili. „Die schärfste Cola der Welt“ kommt in drei Geschmacksvarianten: „Soft Chili“ mit einer einfachen Dosis Chilli, „More Chili“ (3-fach) und „Maxx Chilli“ (8-fach). Alle Sorten haben einen Schuss Ingwer und den für Limonaden maximal zulässigen Koffeingehalt von 25 mg/100 ml.

Die „Natural Cola“ ohne Zusatzstoffe und künstliche Aromen schmeckt in der milden Variante angenehm zitronig und nicht zu süß, aber unspektakulär. Schärfe kann ich am Gaumen nur erahnen. Die mittelscharfe Variante dagegen brennt schon deutlich im Hals, und ich muss sagen: Chili macht nicht nur Schokolade, sondern auch Cola interessanter, überlagert aber ein wenig den Eigengeschmack. „Maxx Chili“ habe ich leider noch nicht entdeckt, aber ich werde die Augen offen halten, denn für meinen Geschmack darf es noch ein paar Stufen schärfer sein. Nach zwei Flaschen fühle ich mich extrem munter, was bei der Mischung aus Koffein, Chili und Ingwer kein Wunder sein sollte.

Das Etikett der Flaschen ist für meinen Geschmack ein bisschen zu überladen mit Hamburger Lokalpatriotismus. Die überkreuzten Säbel unter dem Stadtwappen sollen an das Piratenzeichen erinnern, was in Teilen der Hackerszene ganz gut ankommen könnte. Ich habe im Supermarkt für die 0,33 l Flasche stolze 1,29 Euro bezahlt und glaube auch deswegen nicht, dass sich Cola Rebell als Standardmarke eignet. Aber sie schmeckt nicht nur interessant, sondern lecker, und allein schon wegen der Abwechslung lohnt es sich, Cola Rebell zu probieren.

11 Gedanken zu „Cola Rebell“

  1. Oh crazy! Bei dem gekreuzten Kram auf dem Label war ich etwas pikiert, weil ich irgendwie eine Elfenbein-Assoziation hatte. Säbel beruhigen mich dann doch.
    Tja – dezenter Chiligeschmack in der Mediumvariante – super. Dezenter Sexismus im Gründungsmythos – nicht so super.
    Die ganz scharfe Version hab ich noch nicht gefunden.

  2. Hallo an alle,
    aber besonders an die, die nicht in Hamburg wohnen und sich somit fragen:“Woher belomme ich eine Rebellen Cola!“
    Wir, die Rheintrend GmbH vertreiben die Cola Rebell in der Dose (OHNE Dosenpfand) und die Feststoffcola!
    Schaut doch mal rein, unter: http://www.rheintrend.de

    LG
    Eure Rheintrend

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