Loscher vs. Blogsport: Wir steigen um!

Der Anwalt der Brauerei Loscher haben Briefe an die Betreiber von Blogsport geschickt. Anlass war ein Blogbeitrag mit einem Foto eines Plakats, welches Markenrechte verletzten soll. Blogsport wurde dazu aufgefordert, dafür zu sorgen, dass das Foto aus dem Netz genommen wird und ist der Aufforderung nachgekommen.

WTF?!

Das Plakat ist prollo-militant: Überschrieben mit „Club-Molli“ in der Brontefont wird der Molotow-Cocktail als Mittel für den Kampf gegen „Bullen und Nazis“ beworben. Adbusting. Sollte man tolerieren. Aber warum bitte habt ihr ein Problem, wenn so etwas einfach nur fotografisch dokumentiert wird?

Wir steigen auf Zickzack Mate um und geben unsere ClubMate-Vorräte zurück an den Getränkefachhandel. Mit Blogsport könnt ihr das nicht machen. Ihr werdet euch noch wünschen, wir würden Coca Cola trinken.

12 Gedanken zu „Loscher vs. Blogsport: Wir steigen um!“

  1. Na ja, da kann man sicherlich unterhaltsamer Meinungen sein.

    Wenn ich das richtig verstanden habe, wurden Veröffentlicher der beschriebenen Dokumentation vom Anwalt kostenlos aufgefordert.

    Auch wenn das gehandelte Getränk von eher linken bzw. Nerd-Kreisen konsumiert wird, wird es doch immer noch konsumiert. Bedeutet auf einem Markt angeboten und nachgefragt. Und zwar zu Bedingungen dieses Marktes. Also auf einem Markt, der Konkurrenz und die Wahl des Konsumenten zulässt.

    Wenn ich mir jetzt überlege, dass ich in den letzten Jahren viel Arbeit und Geld in den Aufbau einer Marke, eines Produktes und nachgefragter Vertriebswege investiert habe und da selbst und meine Angestellten auch in nicht unbeträchtlicher Weise davon abhängen, dann käme es mir durchaus in den Sinn, meine Marke vor solchen Übergriffen schützen zu müssen.

    Dass da ein Anwalt schreibt und nicht ich selbst, wäre eine Möglichkeit mich formell weitestgehend abzusichern.

    Was die Hersteller dieses Plakates da treiben, ist in den Augen vieler für den Anbieter von „Club Mate“ Ruf schädigend.

    Ich würde es nicht wollen, dass meine Marke unwiedersprochen zum Transport Gewalt verherrlichender und zu Starftaten aufrufenden Handlungen missbraucht wird. Mir wäre die Gefahr zu groß, dass der Eindruck entstehen könnte, ich würde möglicher Weise die im Zusammenhang mit meiner Marke gemachten Aussagen billigend in Kauf nehmen. Solch ein Eindruck kann auch noch nach Jahren entstehen, denn die allwissende Müllhalde vergisst ja nicht. Und man sichert sich ja nicht zum Spass Markenrechte an Wort und Bild.

  2. jetzt mal mate bei die fische: ohne uns wäre loscher heute ein bedeutungsloser plörrenpanscher. sich mit der hauptkonsumentengruppe anzulegen zeugt nicht gerade von marktkompetenz.

    ich finds legitim, das plakat ganz humorlos scheiße zu finden, aber dann menschen gegen das bein zu pinkeln, die nur dessen existenz festhalten ist dann nicht mehr lustig.

  3. Schon nachvollziehbar dass ein bestimmtes Image nicht gewünscht ist. Und solange es noch kostenfrei ist, ist ja noch eine relativ nette Abmahnung.
    Und für eine PR-Aktion einer Hundertschaft auch zwei, drei Kästen vor die Tür zu stellen, müsste Club-Mate auch erstmal den Schneid haben …

  4. laut der facebook fanpage hat sich loscher entschuldigt. also können wir schön weiter club-mate trinken (=

  5. @yetzt
    Und wer soll jetzt genau „uns“ sein? Ich habe nicht den Eindruck, dass ich dein uns bin, obwohl ich ganz gerne mal CM trinke. Aber danke für’s Vereinnahmen.

    Ansonsten: was Paul sagt.

  6. @Paul:
    definiere „unterhaltsame meinung“. aber schon tolle formulierung :3

    und das plakat ist eindeutig als satirische abwandlung zu erkennen wenn man club-mate kennt. wenn nicht erkennt man den zusammenhang nicht.

  7. unterhalsame Meinung: Durchaus legitime Äußerung des jeweiligen Standpunktues zu einem beliebeigen Thema, welche vom Aufnehmenden nicht vollständig nachvollzogen werden kann, jedoch aus unterschiedlichen Gründen zu Schmunzeln verursachenden Mutmaßungen führt.

    Ich kann die Satire bei der Verwendung der Marke _Club Mate_ im Zusammenhang mit einer Molli-Bauanleitung bei gleichzeitigem Vorschlag potentieller Ziele nicht erkennen. Eventuell zu einfaches Gemüt?

    Scheint sich ja zumindest im Hinblick auf das Verhälnis zwischen dem _bedeutungslosen Plörrenpanscher_ und der Gemeinde wieder alles gut zu werden.

    @yetzt

    Ich bin bitte auch nicht uns. War ich bisher selten.

    Was ich eigentlich zu Ausdruck bringen wollte, war die Anregung auch mal die Position des Anderen einzunehmen, bevor man einen Shitstorm los tritt.

    Diese Situation ist ja eher nicht mit anderen zum Bsp. Orang-Utan-Fingerchen-Situationen vergleichbar.

  8. sorry, ™ hat es mit dem iphone leider verschluckt. das „uns“ war durch und durch selbstironisch zu verstehen.

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